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Mikroskop-Filmeinrichtung

Grosses Bild vom Mikroskop,
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Die hier gezeigten Filme sind anders als üblich, denn sie zeigen die verlangsamte Bewegung bis fast zum Stillstand der Stimmgabelschwingungen. Es sind sogenannte Stroboskopaufnahmen. Diese werden auch in der Industrie zur Kontrolle von schnellen Bewegungsabläufen zB. bei Produktionsmaschinen angewendet. Wenn man Lichtblitze in gleicher Frequenz wie die Bewegung auf das Objekt richtet, so scheinen die Bewegungen stillzustehen. Kleine Variationen in der Frequenz der Beleuchtung, lassen die Bewegung langsamer oder schneller vor- oder zurücklaufen.

Die Filme zeigen eine stark verlangsamte Vorwärtsbewegung von der Stimmgabelschwingung und dem Antriebsmechanismus der Klinken.  Es ist wichtig zu wissen dass nur  die Stimmgabel, die Klinken und die Zähne  vom Klinkenrad verlangsamt dargestellt werden, alle anderen Bewegungsabläufe sind in ihrer realen Geschwindigkeit zu sehen, wie z.B. die Zahnräder.

Die Beleuchtungs-Stroboskop Einheit ist aus gängigen Bauteilen aufgebaut und eine genaue Beschreibung der Schaltung findet sich hier

Das ganze kann man natürlich nur unter dem Stereomikroskop ansehen oder filmen, am besten so mit ca. 50 bis 100-facher Vergrößerung. Ich benutze ein gebrauchtes Askania Citoval Stereomikroskop, da ein vergleichbares neues Mikroskop doch reichlich teuer wäre. Eine kleine Panasonic SDR-S100 mit einem Adapter auf ein Okular aufgesetzt benutze ich zum Filmen, denn sie liefert mir gleich auf der Speicherkarte einen 16:9 Film in DVD-Qualität.

Die hier gezeigten Filme sind im Windows Media 8 Format und sind mit dem Originalgeräusch des jeweiligen Uhrwerkes unterlegt.  Dateigröße = 2,3 bis 6,2 Mb. Falls die Filme nicht direkt zu sehen sind, dann mit der rechten Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen. 

Bulova 214


Film vom Kaliber 214, re. Maust.  Speichern unter
Es ist schon ein Erlebnis wenn man die Stroboskop- Lichtquelle auf so eine Uhr richtet. Ist die Frequenz richtig eingestellt, so ist schon ohne Mikroskop die langsame Schwingung der Stimmgabel zu sehen. Unter dem Mikroskop offenbart sich dann sogar der Klinkenmechanismus. Sogar die feinen Schwingungen der Klinkendrähte werden bei kurzer Impulsdauer der Lichtblitze sichtbar. Auch wie sich das Klinkenrad wieder ein Stück zurückdreht, all das ist zu sehen.  Da sich auf dem Bildschirm eine Vergrößerung von bis zu etwa 300-fach ergibt, sieht man natürlich auch jeglichen Schmutz. Speziell an den meisten noch ungereinigten Uhren ist dies besonders an den Rubinen der Klinken zu sehen.

Bulova 218


Film vom Kaliber 218, re. Maust.  Speichern unter
Dieses Werk habe ich als Ersatzteilträger unbenutzt aus der Alu-Folientüte genommen und es  ist  daher  frisch und sauber. Eine Zoomfahrt vom Mikroskop führt an die Justiereinrichtung der Stimmgabel heran.

Bulova 219


Film vom Kaliber 219, re. Maust.  Speichern unter
Das besondere bei diesem seltener anzutreffenden Kaliber ist die vereinfachte Stimmgabel mit nur einem Spulenantrieb. Die andere Seite der Stimmgabel trägt nur ein Gegengewicht. Wohl wegen der späten Entwicklung um 1977 hat man die  Bauteile auf eine Platine gelötet.

Von den mir bekannten Stimmgabelwerken bietet dieses Kaliber den besten Blick auf das Klinkensystem, wenn man den schwarzen Schutzdeckel abnimmt. Das hab ich auch in dem Film gemacht. Der Antrieb im Film erfolgt deshalb durch eine externe Spannungsquelle, da die Knopfzellenhalterung ohne die Schutzabdeckung keinen Halt findet.

Bulova 221


Film vom Kaliber 221, re. Maust.  Speichern unter
Dieses bemerkenswert kleine Uhrwerk kommt fast  ganz aufs Bild. Die Stimmgabelzinken schwingen um die Batterie herum. In der nächsten Einstellung sieht man den Klinkenmechanismus und durch ein Loch die Schneckenradwelle. Die folgende Szene ist von der Seite auf die beiden Schneckenzahnräder gerichtet, hier sieht man natürlich die reale Geschwindigkeit der Zahnräder. Nach dem Ton kann man sogar seine Instrumente stimmen, denn diese ist hier 440 Hz.

Bulova 224


Film vom Kaliber 224, re. Maust.  Speichern unter
Dies ist das Accuquartz Kaliber welches die Antriebsimpulse vom Quartz durch eine Teilerschaltung bekommt. Auf diese führt die Zoomfahrt von den Spulen hin.

Bulova 230


Film vom Kaliber 230, re. Maust.  Speichern unter
Bei diesem Damenuhrkaliber habe ich in der zweiten Szene die Frequenz  der Beleuchtung variiert, damit  man sieht was dann passiert.

ETA 9162


Film vom Kaliber ETA 9162 , re. Maust.  Speichern unter
Von der Spulenseite zum Gegengewicht der Stimmgabel führt die Kamera und man sieht hier den etwas anderen Regulierungsmechanismus. Wenn sich in der letzten Szene das Bildfeld verengt, kommt das daher das ich hier den Zoom der Kamera benutzt habe um die Vergrößerung auf das Maximum zu bringen. Dieses Uhrwerk schwingt mit  300 Hz

Omega Kaliber 1220


Film vom Omega Kaliber 1220, re. Maust.  Speichern unter
Dieses Uhrwerk ist der absolute Höhepunkt der Stimmgabeltechnik. In der ersten Szene sieht man wie die linke Seite der Stimmgabel mit dem Mikromotor hin- und her schwingt. Eine Zoomfahrt auf das Klinkenrad läßt dessen Zähne mühelos erkennen. Immer einen Zahn weiter bewegt es sich und man sieht das auf die Klinke eine Rubinscheibe geklebt ist. In der letzten Einstellung sieht man besonders deutlich die Hin-und Herbewegung des Klinkenrades durch die Spiegelung an den Begrenzungs-Rubinstäbchen. Das ist ein wahres Wunderwerk der Mikrotechnik, dessen Montage und Justierung wohl den hohen Preis ausgemacht hat.

Beta 21

Film vom Kaliber Beta 21
Film vom Kaliber Beta 21, re. Maust.  Speichern unter
Hier sieht man den mit 256 Hz schwingenden Resonator. Ein Blick durch die Zinken vom Resonator zeigt das drehende Klinkenrad schräg von der Seite.

Um auch den Ton einzufangen, habe ich zwei kleine Elektret-Mikrofonkapseln jeweils ganz dicht auf den Resonator und auf die Quarz-Einheit gehalten. Links hört man das 256 Hz-Resonator Geräusch, während rechts der Quarz mit 8192 Hz pfeift. Allerdings mit einer überbetonung vom Quarzgeräusch, dies ist in Wirklichkeit sehr leise und wird kaum wahrgenommen. Im Film hört man nur bei etwas lauter aufgedrehtem Ton das hohe Pfeifen, am besten mit Kopfhörer.



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